Gerhard Wolter

Werke des Verfassers:

Ein Sonntagskind wird Jäger

Gerhard Wolter ist im Jahre 1924 in Westpreußen geboren. Nachdem der 2. Weltkrieg ausgebrochen war, wurde er im Alter von 18 Jahren zum Wehrdienst einberufen. Es folgte der Fronteinsatz und die Gefangenschaft. Im Jahre 1946 wurde er daraus entlassen und fand in einem niedersächsischen Dorf ein Unterkommen, wo ein Teil seiner vielen Geschwister eine neue Heimat gefunden hatten.

Erst mit 25. Jahren konnte er eine kaufmännische Lehre beginnen, sie abschließen und beruflich tätig werden.

Aber erst mit 46 Jahren konnte er auch Jäger werden, was schon sein Jugendwunsch war. Wie er zum „Grünen Abitur“ kam, Jäger wurde und dann auch das seltene Glück hatte, ein Hochwild-Jagdbezirk in der Lüneburger Heide bejagen zu dürfen, beschreibt er in diesem Buch.

Format: 14,8 x 21 cm, gebunden
288 Buchseiten mit farbigen Bildern
erschienen im Verlag:
Neumann-Neudamm Melsungen
ISBN 978-3-7888-1197-6

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Erinnerungen eines Westpreußen

Eine Kindheit und Jugend im ehemaligen Westpreußen, die erste Liebe des jungen Mannes und das Zerbrechen seiner Lebenswelt in den Kriegswirren. Der im polnischen Westpreußen geborene Autor berichtet in diesen sehr persönlichen Erinnerungen aus seinem Leben. Als Zeitzeuge gibt er authentische Einblicke in die Zeit und das Lebensgefühl der letzten deutschen Generation in der westpreußischen Heimat; die im Jahre 1920 dem neu entstandenen Polen angegliedert wurde. Er hat dabei den Mut, auch kritische Themen zwischen Deutschen und Polen anzusprechen und dabei den Bogen seiner Berichte auch bis in die Gegenwart zu spannen.

Format: 14,8 x 21 cm, gebunden
477 Buchseiten mit schwarz-weiß Bildern
erschienen im Verlag:
Neumann-Neudamm Melsungen
ISBN 978-3-7888-1367-3

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Beide Bücher sind in den Lokalen- und in den Internet-Buchhandlungen zu erwerben. Der Kaufpreis beträgt 19,95 €:

 

2 Antworten auf Gerhard Wolter

  1. Wolfgang Litschke sagt:

    Lieber Gerhart Wolter,
    habe nun Ihr hervorragendes Buch „Erinnerungen eines Westpreußen“ beendet. Ich bin zwar erst 1942 geboren, aber das Buch rief viele Erinnerungen an meine Kindheit wach. Ich habe jeden Abend vor dem Schlafengehen ein paar Kapitel gelesen um so recht lange in den Genuss Ihres Buches zu kommen.
    Mein Urgroßvater war Landvogt auf einem Gut in oder bei Krotoschin. Ich bin in Berge (Zasieki) Kreis Sorau geboren. Meine Großeltern hatten in Jähnsdorf (Janiszowice) eine moderne Landwirtschaft mit Schmiede. Nach der Vertreibung verbrachte ich meine Kindheit in Forst /Lausitz. Meine Mutter verlor beim Passieren einer von den Deutschen schon vermienten Brücke beide Beine und verstarb daran.
    Das Grundstück meiner Großeltern lag genau am gegenüberliegenden Ufer der Neiße und ich konnte die Polen ein- und ausgehen sehen. Als es möglich war nach Polen zu reisen, besuchte ich die Familie, im Haus meiner Großeltern. Es waren die polnischen Landarbeiter, die schon bei meinen Großeltern gearbeitet hatten. Sie waren dort geblieben. Es herrschte große Freude über meinen Besuch und wir wurden köstlich bewirtet.
    Zu DDR-Zeiten fuhr ich gern nach Polen in den Urlaub. Ich hatte dann immer ein Gefühl, als ob ich zu meinen Wurzeln zurückkehre. So war ich über 10 mal in Leba an der polnische Ostsee. Auch war ich in den 60er Jahren in Thorn. Als ich durch die Stadt spazierte, liefen vor mir zwei Einheimische und unterhielten sich in deutsch. So hörte ich ihr Gespräch mit an. Sie warteten immer noch, dass Churchill sein Versprechen einhält und sie aus Polen rausholt. Sie hatten die Hoffnung noch immer nicht aufgegeben. Als ich sie ansprach waren sie tüchtig erschrocken.
    In jüngster Zeit war ich mehrmals im wunderschönen Masuren.

    Das Fuscher-Essen kenne ich nicht. Mein Lieblingsessen bei meiner Oma war Stampfkartoffeln mit Blutwurst. Die Stampfkartoffeln auf dem Teller bekamen in der Mitte eine Vertiefung und dort hinein kam die Blutwurst. Wenn ich die Blutwurst anstach, lief das Fett heraus und das schmeckte wunderbar.
    Die Zubereitung der Stampfkartoffeln ist ähnlich dem Fuscher. Mehlige Kartoffeln werden gekocht und abgegossen. Nun werden sie mit dem Kartoffelstampfer gestampft. Nach und nach wird warme Milch nachgegossen. Die Stampfkartoffeln dürfen nicht zu fest aber auch nicht zu viel Flüssigkeit aufweisen. Zum Schluss rühre ich sie kräftig mit dem Stampfer. Mit Salz abschmecken. Ein Stück Butter oder ausgelassener Speck verfeinern die Kartoffeln. Wenn die Kartoffeln wenig Stärke enthalten, wird vor oder während des Stampfens etwas Mehl zugegeben.
    Als nächstes will ich nun auch einmal die Fuscher- Kartoffelspeise probieren.

    Lieber Gerhart Wolter, ich hoffe, dass Ihr Schutzengel noch lange für Sie da ist und Sie weiter so aktiv Ihr Leben gestalten können.

    Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Litschke

  2. Schmiedeskamp sagt:

    Ich habe das Buch „Erinnerung eines Westpreußen“ gelesen. Ich danke für die Reise in Ihre Erinnerungen. Vor allem auch für das offene Wort. Sie haben die privaten wie politischen Dinge sehr gut und offen beschrieben, dies ist selten und macht Ihr Buch zu einem besonderen Buch. Ich war in den Stunden des lesens mit auf Ihrer Lebensreise. Danke !!!

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